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Haus der Begegnung,
Ensdorf

Ein Bericht von Jürgen Zach

Das Jahr 2020 war für alle Bildungshäuser eine schwierige Zeit. Über Monate durften coronabedingt weder Schulklassen noch andere Gruppen kommen, das Haus war wie verwaist und konnte seine Aufgaben nicht mehr wahrnehmen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Freiwillige und Ehrenamtliche entschieden sich deshalb, ihre Zeit und Motivation so einzusetzen, dass für den Neustart alles gut vorbereitet sein würde. Durch die Mithilfe von Stiftern und Förderern konnten ihre guten Ideen umgesetzt werden. Konkret hieß das: Renovieren!

Es ging ganz schön rund in den letzten Wochen des Jahres 2020. Zwar fehlt das Stimmengewirr der jungen Menschen in allen Nuancen. Dafür meint man, es wären mehrere Firmen im Bildungshaus unterwegs, um eine Grundsanierung durchzuführen. Aber es sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ein enormes Arbeitspensum und viel Herzblut in das Ausräumen, Umstrukturieren, Neugestalten und Herrichten der Räumlichkeiten an den Tag legen. Es begann am 12. und 13. November. Mit 10 Personen waren wir im Freigelände unterwegs, teilweise mit von zu Hause mitgebrachten Maschinen, um Laub, Büsche, Sträucher, Stauden, Hecken und den Freiflächen eine Vorwinterpflege zu verpassen. Dabei stellte sich in manchen Ecken heraus, dass da schon jahrelang nichts mehr gemacht wurde…

Danach ging es an die Entrümpelung des Bildungshauses vom Dachboden, auf dem eigentlich nichts stehen darf, bis zum Keller. Viele Fahrten zum Wertstoffhof zeugten ebenso vom agilen Treiben der vielen Helfer wie die Fitnessuhr, die ständig piepste und vermeldete, dass das tägliche Schritt- und Treppen-Limit längst erreicht ist. Dann wurden die Treppenhäuser, Tagungsräume und auch der Werkraum abgeklebt, schließlich ging es an die Malerarbeiten. Danach ging es natürlich auch darum, die Räume neu zu definieren und wieder einheitlich und funktional einzurichten.
Mit Hilfe der Stiftungsgelder konnten wir das alles bewältigen: Farbe und Kleinwerkzeug kaufen, die Tische wurden bereits geliefert, auch die Stühle sind schon da. Anderes ist bestellt oder muss noch montiert werden. Auch wenn unsere eigentliche Aufgabe die Beschäftigung mit jungen Menschen ist, so haben unsere Mitarbeiter in dieser Arbeit eine hohe Motivation entwickelt, sind zusammen gewachsen und voller Freude, alles wieder so zu gestalten, dass es den Gästen gefallen wird.
Zwischendurch kamen die Aktiven aber auch mal zur Ruhe, zum Beispiel bei einer gemeinsamen Adventsmeditation. Und so ging es bis Weihnachten weiter: Abbruch – Umbruch – Aufbruch, auch das ist Advent! Danach wird so mancher Stammgast staunen, was in der Lockdown-Phase alles geleistet wurde. Hoffentlich ist diese Phase des Nichts-machen-dürfen bald vorbei.

Herzlichen Dank für die Unterstützung, die das alles erst angeschoben hat. Das Stiftungszentrum mutierte in Ensdorf zur „Mitarbeitermotivationsquelle“!

Mit 18.250 Euro förderte die Pater Herbert Bihlmayer Stiftung im Jahr 2020 das Kloster Ensdorf.

Von Bremen nach Ensdorf

Das Stifterehepaar Hans-Joachim und Christel Struschka kennen das Kloster Ensdorf seit einer spontanen Einkehr während einer Stifterreise. „Wir wurden liebevoll bewirtet. Herr Zach zeigte uns die gesamte Einrichtung, und Pater Bihlmayer wies uns hinterher auf die Schwierig­keiten hin, vor denen das Haus steht. Wenn man so konkret sieht, wo etwas fehlt, will man doch sofort helfen, und das taten wir auch. Herr Zach hat sich mehrfach bei uns gemeldet, deshalb wissen wir ganz konkret, wie das Geld eingesetzt wird. Das spornt uns richtig an. Wir merken, dass wir dort gebraucht werden.“ Hans-Joachim und Christel Struschka

Gemeinsam, hochmotiviert!

„Als wir die Zusage bekamen, dass die Stifter uns finanziell den Rücken stärken wollten, waren wir hoch erfreut und dankbar! Wenn uns dieses Jahr auch das Toben, Lärmen, Lachen und Leben der Jugendlichen und Kinder gefehlt hat, so haben wir immerhin die Zeit genutzt, alles vorzubereiten für die Zeit nach der Epidemie. Hätten wir die Stifter und Förderer nicht, könnten wir auch keine zusätzlichen Zuschüsse abrufen. Unsere Mitarbeiter wurden zudem motiviert: Über zehn Leute haben Mitte November begonnen, den Klosterpark herzurichten. Die Treppenhäuser, Bildungsräume und versteckte „Altlager“ wurden geräumt, getüncht, gereinigt und stehen – neu eingerichtet – für die jugendlichen Nutzer bereit. Aber nicht nur die Räume sind bereit, wir sind es auch.“ Jürgen Zach, Verwaltungsleiter Kloster Ensdorf